© Fotoarchiv Helena Melikov

Schneegestöber

von Hannah Reischke (Klasse 6A)

Langsam stiegen wir den Hang hinauf, sorgsam darauf bedacht, den Schlitten, den wir hinter uns herzogen, nicht loszulassen. Es war schwer den Hügel zu besteigen, denn der Boden war glatt und rutschig. Ein falscher Schritt und wir müssten von vorne beginnen. Nach Stunden, wie es schien, kamen wir an. Oben hatten wir einen wundervollen Ausblick auf den schneebedeckten Wald. Wir nahmen den Schlitten und ließen uns auf dem Holz nieder. Wir stießen uns ab und sausten den Hang hinunter. Unsere Herzen klopften uns bis zum Hals. Der eisige Wind wehte uns ins Gesicht. Die Bäume rings um uns herum verschwammen vor unseren Augen. Der Schnee unter den Kufen des Schlittens knirschte. Es rauschte und brauste um unsere Ohren herum. Wir schrien vor Angst und vor Freude über die rasante Abfahrt. Ein Junge überholte uns. Er hatte den Mut gehabt, sich auf den Bauch zu legen und so herunterzufahren. Wir kamen einer Schneewehe gefährlich nahe, doch ich lenkte geschickt um sie herum. Dann wurden wir langsamer und hielten schließlich an. Wir sprangen vom Schlitten, schnappten uns die Kordel und rannten zum Hügel, um noch einmal herunterzufahren. Als wir nach einigen wilden Abfahrten verschwitzt und frierend, aber glücklich mit unseren Eltern zu Hause ankamen und uns sofort in die Betten legten, schaute ich mir noch lange das Foto an, das unsere Eltern geknipst hatten.

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